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Artikel: Tagescreme mit LSF oder Sonnencreme? Richtig wählen

Day cream with SPF or sunscreen? How to choose

Tagescreme mit LSF oder Sonnencreme? Richtig wählen

Du willst dein Gesicht täglich schützen, ohne deine Routine zu verkomplizieren. Die Frage ist: Reicht eine Tagescreme mit LSF oder solltest du zur Sonnencreme fürs Gesicht greifen? Hier bekommst du klare Entscheidungshilfen nach Situation, Jahreszeit und Hauttyp - plus praxisnahe Tipps zu SPF-Höhe, UVA-Schutz, Auftrag und Formulierungs-Unterschieden.

UV-Risiken verstehen: UVA, UVB und Alltagsexposition

UVB-Strahlen sind für Sonnenbrand verantwortlich und werden teilweise von Glas gefiltert. UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein, beschleunigen die Hautalterung, fördern Pigmentflecken und laufen fast ungehindert durch Fenster. Genau deshalb brauchst du auch im Büro, im Auto oder an bewölkten Tagen verlässlichen UV-Schutz. Studien zeigen, dass ein großer Teil sichtbarer Hautalterung auf UV-Exposition zurückgeht - unabhängig davon, ob du bewusst “in der Sonne” warst.

Wichtig für die Praxis: Orientiere dich am UV-Index. Ab UV-Index 3 ist täglicher Schutz sinnvoll, bei höheren Werten solltest du die Schutzhöhe und -menge erhöhen und regelmäßig nachtragen. Kurze Wege oder Indoor-Tage mit wenig Fensterlicht sind weniger kritisch, aber UVA addiert sich über das Jahr - tägliche Gewohnheiten machen den Unterschied.

Wann reicht eine Tagescreme mit LSF, wann ist Sonnencreme Pflicht?

Tagescremes mit LSF sind Alltags-Helden, wenn du moderate Exposition hast. Sie kombinieren Pflege und Schutz, passen oft gut unter Make-up und fühlen sich leicht an. In intensiver Sonne sind spezialisierte Gesichts-Sonnencremes die bessere Wahl, weil sie höhere LSFs, robustere Filterkombinationen und oft bessere Wasser- oder Schweißresistenz bieten. Entdecke passende Produkte in unserem Sonnenschutz (SPF) – Sortiment.

Praktische Orientierung:

  • Kurze Wege, Büro, Homeoffice mit wenig Fensterlicht - Tagescreme mit LSF 20-30 kann ausreichen, sofern du genug Produkt aufträgst.
  • Frühling und Herbst, UV-Index bis 4 - Tagescreme mit LSF 30 oder Gesichtscreme mit LSF 30 sinnvoll, je nach Dauer draußen.
  • Sommer, Mittagssonne, Strand, Berge, Wassersport - Gesichts-Sonnencreme mit LSF 50 bevorzugen, wasserfest und breitbandig.
  • Empfindliche, sehr helle oder zu Pigmentflecken neigende Haut - häufiger LSF 50 wählen, ganzjährig konsequent auftragen.
  • Männerhaut profitiert von denselben Regeln - wichtig sind angenehme Texturen, die nicht kleben, z. B. gel-cremige, nicht komedogene Formeln.

SPF richtig verstehen und anwenden

LSF/SPF gibt an, wie stark ein Produkt die UVB-Dosis reduziert. Der Wert entsteht im Labor bei einer standardisierten Auftragsmenge von etwa 2 mg pro cm² Haut. In der Realität wird oft zu wenig aufgetragen - und der Schutz sinkt deutlich. Fürs Gesicht entspricht die nötige Menge häufig zwei bis drei Fingerbreit, je nach Produkt – siehe Die 3-Finger-Regel für Sonnencreme.

So nutzt du den Schutz optimal:

  • Genügend Menge auftragen und gleichmäßig verteilen, bis zum Haaransatz, über Ohren und Hals.
  • Nachcremen alle 2-3 Stunden, besonders bei Schweiß, Reibung, Schwimmen.
  • Make-up mit SPF zählt nur als Bonus - verlasse dich nicht allein darauf.
  • Nutze im Zweifel eine eigenständige Sonnencreme fürs Gesicht über deiner Pflege, um die nötige Menge leichter zu erreichen.

Auch über Make-up ist Nachcremen möglich – etwa mit sanft auftupfenden Techniken.

UVA-Schutz und Breitbandfilter: worauf du auf dem Label achtest

Ein guter Schutz deckt UVA und UVB ab. Den Unterschied zwischen UVA und UVB im Sonnenschutz erklären wir hier. Achte auf das UVA-Siegel (ein Kreis mit “UVA”), auf Hinweise wie “breitbandig” oder auf PPD/PA-Angaben. Der UVA-Schutz sollte mindestens ein Drittel des angegebenen SPF betragen. Gerade gegen Photoaging und Pigmentverschiebungen ist UVA-Abdeckung entscheidend - sie wirkt jeden Tag, nicht nur am Strand.

Wenn du zu Hyperpigmentierung neigst oder Retinoide/Peelings verwendest, sind hohe UVA-Standards besonders wichtig. Für empfindliche Haut wähle parfümfreie Produkte, für unreine Haut nicht komedogene Formulierungen.

Formel-Unterschiede: Tagespflege mit LSF vs. Sonnencreme

Tagescreme mit LSF priorisiert Pflege - Feuchtigkeit, Barrierestärkung, angenehmes Finish - und ergänzt UV-Filter. Das ist ideal für Tage mit moderater Exposition. Sonnencremes fürs Gesicht sind auf maximale, stabile Abdeckung ausgerichtet. Sie enthalten oft höhere Filterkonzentrationen und Technologien, die unter realen Bedingungen verlässlich schützen. Stöbere nach passenden Optionen in unseren Feuchtigkeitscremes (Tagescremes).

Filtertypen:

  • Organische Filter (oft als “chemisch” bezeichnet) sind meist transparent, fühlen sich leicht an und eignen sich gut unter Make-up.
  • Mineralische Filter wie Zinkoxid oder Titandioxid (häufig in Naturkosmetik) reflektieren und streuen UV - sie sind verträglich, können aber je nach Rezeptur Weißeln. Getönte Varianten reduzieren den Weißschleier.

Hauttyp-Tipps: Fettige oder unreine Haut bevorzugt leichte, ölfreie Gel-Cremes, nicht komedogen. Trockene Haut profitiert von ceramid- und hyaluronreichen Feuchtigkeitscremes mit LSF. Sensible Haut fährt oft besser mit parfümfreien, alkoholarmen Produkten. Wenn du unsicher bist, welche Textur oder Filterkombination zu dir passt: Wie wähle ich den richtigen koreanischen Sonnenschutz?

Vergleich: Tagescreme mit LSF vs. Sonnencreme

Diese Übersicht hilft dir, schnell die passende Option zu wählen.

Kriterium Tagescreme mit LSF Sonnencreme fürs Gesicht
Primärer Zweck Pflege mit zusätzlichem UV-Schutz Maximaler UV-Schutz, teils wasser- und schweißresistent
Typische LSF-Spanne LSF 15-30, seltener LSF 50 Häufig LSF 30-50
UVA-Abdeckung Variiert - auf UVA-Label achten Meist klar als breitbandig ausgewiesen
Erforderliche Menge Pflegemenge oft zu gering - achte bewusst auf genug Produkt Schutzmenge leichter planbar (zwei Finger fürs Gesicht)
Make-up-Kompatibilität Sehr gut, oft leichteres Finish Je nach Formel - viele sind als Primer geeignet
Einsatzbereich Alltag, Büro, kurze Wege Sommer, Outdoor, Strand, Berge
Hauttypen Alle - passende Textur wählen Alle - auch spezielle Optionen für empfindliche Haut

Anwendung in der Routine: Reihenfolge und Menge

Morgens reinigen, dann Serum oder Behandlung, anschließend Pflege. Wenn deine Pflege keinen ausreichenden LSF bietet, trage zuletzt eine Sonnencreme fürs Gesicht auf. Nutzt du eine Tagescreme mit LSF, erhöhe bewusst die Menge, damit der deklarierte Schutz erreicht wird. Make-up kommt danach. Nachcremen bleibt wichtig, wenn du länger draußen bist oder schwitzt. Mehr dazu: Warum Sonnenschutz der wichtigste Schritt ist.

Vitamin D, Antioxidantien und zusätzlicher Schutz

Vitamin D entsteht über UVB in der Haut. Mit konsequentem Sonnenschutz sinkt die Eigenbildung - in nördlichen Breiten ist der Effekt ohnehin saisonal begrenzt. Viele Fachgesellschaften empfehlen bei Bedarf eine Ernährung oder Supplementierung in Absprache mit dem Arzt, statt ungeschützt UV-Schäden zu riskieren. Das erlaubt dir, die Haut ganzjährig klug zu schützen.

Antioxidantien wie Vitamin C, E, Niacinamid oder Resveratrol fangen freie Radikale ab, die trotz UV-Filter entstehen können. Eine Feuchtigkeitscreme mit LSF plus Antioxidantien stärkt deine Routine, vor allem in Städten mit hoher Luftverschmutzung. Denke zusätzlich an physische Maßnahmen: Schatten suchen, Hut, Sonnenbrille - das entlastet die Haut und reduziert die nötige Produktmenge nicht, aber ergänzt sie sinnvoll.

FAQ

Ist eine Tagescreme mit LSF sinnvoll?

Ja - vor allem für den Alltag mit moderater UV-Exposition. Eine Tagescreme mit LSF 20-30 bietet praktischen Basisschutz und kombiniert Pflege mit UV-Schutz. Achte auf Breitbandschutz inklusive UVA. Für längere Aufenthalte in der Sonne oder bei hoher Intensität ist eine spezielle Gesichts-Sonnencreme mit LSF 50 verlässlicher. Entscheidend ist die ausreichende Auftragsmenge und das Nachcremen bei Bedarf.

Kann man Sonnencreme auch als Tagescreme verwenden?

Du kannst eine gut verträgliche, nicht komedogene Gesichts-Sonnencreme als letzten Pflegeschritt nutzen - viele moderne Formeln spenden Feuchtigkeit und funktionieren als Make-up-Grundlage. Fehlt dir Barrierpflege, kombiniere vorher eine leichte Feuchtigkeitscreme ohne LSF. Wichtig ist, die Schutzmenge zu erreichen. Bei sehr trockener Haut kann eine zusätzliche Pflege mit Ceramiden sinnvoll sein.

Welche Sonnencreme bei Rosacea eignet sich?

Setze auf parfümfreie, alkoholarme Formeln mit hoher Verträglichkeit. Viele profitieren von mineralischem LSF mit Zinkoxid oder Titandioxid, idealerweise getönt, um Weißeln zu minimieren. Wähle LSF 50 mit verlässlicher UVA-Abdeckung, vermeide potenziell reizende ätherische Öle oder Menthol. Teste neue Produkte patchweise und trage großzügig auf - sanft, ohne starkes Reiben. Bei Unsicherheit gilt: dermatologisch abklären.

Kann ich Tagescreme mit LSF auch nachts verwenden?

Es ist nicht schädlich, aber nachts bringt LSF keine Vorteile. Sinnvoller ist eine gezielte Nachtpflege ohne UV-Filter, die aktive Wirkstoffe wie Retinoide, Peptide oder reichhaltige Barrierestärker nutzt. So verhinderst du unnötige Schichtungen und gibst deiner Haut das, was sie nachts braucht. Hebe Produkte mit LSF für den Morgen auf und fokussiere abends auf Regeneration.

Wenn du deine Umgebung, den UV-Index und deinen Hauttyp berücksichtigst, triffst du mühelos die richtige Wahl zwischen Tagescreme mit LSF und Sonnencreme - und schützt deine Haut zuverlässig, ohne auf Komfort zu verzichten.

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